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Mobbing

Psychoterror am Arbeitsplatz

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Mobbing – Modewort oder Zeiterscheinung? Oder einfach die Fortsetzung des Klatsches mit brutaleren Mitteln? Tatsache ist, dass Mobbing zu beträchtlichen gesundheitlichen Störungen führen kann! Und Mobbing kostet: Das Arbeitsklima wird vergiftet, die Produktivität sinkt, es kommt zu Krankheitsabsenzen und Abgängen. Der jährliche Betriebs- und volkswirtschaftliche Gesamtverlust, der durch Mobbing-Fälle entsteht, wird für die Schweiz auf mehrere Milliarden Franken geschätzt.

Von Alex Müller

Psychoterror am Arbeitsplatz

Um es gleich vorwegzunehmen: Mit den üblichen Reibereien und Streitigkeiten hat Mobbing wenig oder nichts Gemeinsames. Vielmehr handelt es sich dabei um systematischen Psychoterror am Arbeitsplatz, der grundsätzlich jede und jeden treffen kann.

Was löst Mobbing aus?

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Die relativ junge Wortschöpfung «Mobbing» ist zwar ein altes Thema, aber im neudeutschen Sprachgebrauch längst zu einem festen Begriff geworden – leider. Das Wort stammt vom englischen Verb «to mob» = pöbeln, über jemanden herfallen, sich auf jemanden stürzen. Die Spannweite des Mobbing reicht vom harmlos anmutenden Tratsch und Klatsch über die Verbreitung von Gerüchten und Halbwahrheiten bis hin zur hässlichen Intrige, zur gezielten Demontage und zum Rufmord. Auslöser sind oft kleine, ja geradezu banale Probleme des Berufsalltags. Mobbing kann nicht nur vom Kollegen- bzw. Kolleginnenkreis, sondern auch vom Chefsessel aus kommen; die dabei eingesetzten, oft subtilen Taktiken bestehen dann in einer bewussten Unterforderung, aber auch in einer Überforderung, in einem Abqualifizieren (gute Leistungen werden ignoriert, Fehler werden aufgebauscht) und schlussendlich in einem eigentlichen Kaltstellen des «in die Schusslinie» geratenen Opfers. Dabei spielen auch Neid, Rivalität und massloser Ehrgeiz eine nicht unbedeutende Rolle, verbunden mit der Zwangsvorstellung, andere stets übertrumpfen zu müssen. Mobbing kann zu beträchtlichen gesundheitlichen Schäden wie Bluthochdruck, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, aber auch Depressionen und Angstzuständen führen. Deshalb befassen sich Universitäten, Arbeitspsychologen, Psychotherapeuten und Ärzte mit dessen Folgen als «extremer Form von sozialen Stressoren».

Transparente Unternehmenskultur als Prophylaxe

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Dort, wo eine transparente Unternehmenskultur herrscht, dort, wo bei aller Notwendigkeit zu Effizienz und hoher Leistungsbereitschaft zwischen- und mitmenschliche Solidarität nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt wird, ist dem Mobbing der Nährboden von vornherein entzogen. Eine konfliktfreie Organisationsform wird es allerdings nie geben – zum Glück nicht –, denn eine solche ist auch nicht erstrebenswert. Die Kardinalfrage ist vielmehr die, wie in einem Unternehmen mit Konflikten umgegangen wird, ob sie genutzt werden zu positivem Denken und Handeln, ob daraus gar eine neue Vertrauenskultur entsteht, die sich auch in härter werdenden Zeiten bewährt und die zur Wirtschaftlichkeit eines jeden Unternehmens entscheidend beitragen kann. Es ist eine Binsenwahrheit, dass die Missachtung der viel gepriesenen und oft zitierten «Human Resources» oder – frei übersetzt – der menschlichen Kraftquellen zu irreparablen Schäden führt, ist doch der Mensch das wichtigste Kapital in einem Unternehmen, wie in zahlreichen Fachbroschüren zu lesen und in hochkarätigen Vorträgen zu hören ist. Wesentlich ist die Umsetzung dieser Devise im betrieblichen Alltag!

Alarmsignale erkennen

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Was kann gegen den Psychoterror unternommen werden? Welcher Weg führt aus dem Teufelskreis heraus? Natürlich gibt es kein Patentrezept, schon deshalb nicht, weil jeder Fall anders gelagert ist. Je schneller aber die Alarmsignale erkannt, desto rascher kann gehandelt werden, bevor das Mobbing zu einem Drama wird. Konkret könnte dies heissen – so banal dies klingen mag und wenn es noch so schwer fällt – im Teamgespräch unter Beizug von internen oder externen Vertrauenspersonen versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen und gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Dies ist einfacher gesagt bzw. geschrieben als getan. Dabei kann es nicht nur darum gehen, eine aktuelle Krisensituation zu bewältigen, sondern Mittel und Wege zu entwickeln, wie dem Mobbing vorbeugend begegnet werden kann.

Schon die Gelegenheit zu haben, sich einer Bezugsperson mitzuteilen, das Problem darzulegen, Verständnis zu wecken, kann den Betroffenen das verlorene Selbstbewusstsein zurückbringen. Dort, wo dies nicht mehr genügt, wo der Prozess des Mobbing bereits zu stark fortgeschritten ist, dürfte es ratsam sein, sich an eine Fachstelle zu wenden, die sich professionell mit der Problematik befasst und auch in Kursen und Seminaren Handlungsstrategien und Schlichtungsmodelle, aber auch Möglichkeiten zur Selbsthilfe aufzeigt.

Zur Erinnerung: Eine transparente Unternehmenskultur verhindert Mobbing!

Was heisst Mobbing?

Der Begriff Mobbing tauchte 1993 erstmals in den Schweizer Medien auf und wird in der Regel mit «Psychoterror am Arbeitsplatz» übersetzt.

Der deutsche Arbeitswissenschafter und Autor Heinz Leymann beschreibt den Begriff so: «Negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.»

Diese Definition hebt die wesentlichen Merkmale des Mobbing hervor und unterscheidet es von anderen, ähnlichen Formen der Kommunikation. Die Merkmale sind: Konfrontation, Belästigung, Nichtachtung der Persönlichkeit und Häufigkeit der Angriffe über einen längeren Zeitraum hinweg. Dazu Heinz Leymann: «Eine Unverschämtheit, einmal gesagt, ist und bleibt eine Unverschämtheit. Wiederholt sie sich aber jeden Tag über mehrere Wochen, dann sprechen wir von Mobbing.»

Publikationsdatum: April 2014



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Alex Müller
Alex Müller war nach längeren Auslandaufenthalten als Personalverantwortlicher bei einer grösseren Bank und später als HR-Leiter einer psychiatrischen Universitätsklinik tätig, wo er reiche Erfahrungen in allen Sparten des Personalmanagements sammeln konnte. Heute arbeitet er als freier Fachautor und Publizist sowie als selbstständiger Berater von Führungskräften, mit Schwerpunkt Out-/Newplacement.
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